Eine Gruppe Menschen steht, gekleidet in Grau und Weiß, unter Bäumen, durch die Licht fällt.
Foto: Achim Duwentäster

L’ART POUR L’ART 

Astrid Schmeling, Flöte
Nele B. Nelle, Klarinette
Anja Gaettens, Violine
Uschik Choi, Violoncello
Hartmut Leistritz, Klavier
Teresa Grebchenko, Percussion
Nagisa Shibata, Percussion
Nanae Kubo, Percussion

ab 18€
im NDR Ticketshop: tickets.ndrticketshop.de

Francisco C. Goldschmidt 
»no voice« for amplified bass flute
Matthias Kaul 
»sing, sing, sing« für drei präparierte Triangeln
»Amadeu Antonio Kiowa«
Johannes Schöllhorn
»conductus« nach BWV 584
Walter Zimmermann 
»Garten des Vergessens« für Klaviertrio
Kilian Schwoon 
»Newtons Krypta«

Kleiner Sendesaal des NDR
Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22, Hannover-Südstadt-Bult, Deutschland

05.03.2027 | 20:00
Hannover
Kleiner Sendesaal des NDR

Musik 21 im NDR: »Echo, Geister, Ohr«

Ensemble L'ART POUR L'ART

Das dritte Konzert der Reihe »Musik 21 im NDR« Konzerthaus: Am 5. März spielt das Ensemble L’ART POUR L’ART rund um Flötistin Astrid Schmeling Werke von Goldschmidt, Schöllhorn, Kaul, Zimmermann und Swoon, um über die Dimensionen von »Echo«, »Geistern« und »Hören« nachzudenken.

Über den Schatten von Erinnerung und die Imagination von Veränderung: Ensemble L’ART POUR L’ART lädt im Rahmen der Reihe »Musik 21 im NDR« zu einer vielfältigen Erkundung des Hörens. Das Konzert unter dem Titel »Echo, Geister, Ohr« nimmt die mythologische Nymphe Echo auf: ihrer Sprache beraubt, ist ihre Kommunikation reduziert auf die Wiederholung von Resten des »Gehörten«. Echo ist Wiederholung, ist Verkürzung – und wir sind umgeben von Echoräumen, Loops und Delays. Doch wenn Echo stattfindet, verbindet sich damit hintergründig die Erwartung von Antwort und Austausch. Wer Echo hört, hofft auf Veränderung, hofft auf Bewegung und darauf, anders daraus hervorzugehen, als man hineingegangen ist.

Echo hält jedoch nur Reste, nur versteinerte Formen bereit; in der Wiederholung entfernt sie sich, wird unklar und verschwindet im Dunst. Dieser Umstand macht neugierig. Welche »seltsamen Geister« machen sich dort in der Unfähigkeit, vollständig zu sprechen, breit? Wie können sie erhört werden, welche Potenziale verbergen sich da? Mit großer Wahrscheinlichkeit führen die Geister weg vom Immergleichen der Echos.

Eines ist jedoch sicher: Hören wir über das Echo hinaus, um es herum, finden wir womöglich das vor, was wir erhoffen, wenn wir »Echo« sagen. Das Konzert ist eine Einladung, diese verborgenen Klangräume zu erforschen und das unausgesprochen Geheimnisvolle zu entdecken.

Das Programm vereint vier Generationen zeitgenössischer Musik. Francisco C. Goldschmidt (geb. 1981, Santiago de Chile) lebt seit 2011 in Köln und setzt sich als künstlerischer Leiter des Kommas Ensemble kritisch mit gesellschaftlichen Fragen auseinander. Johannes Schöllhorn (geb. 1962, Murnau), Gewinner des Praetorius Musikpreises 2009, verbindet in seinen Transkompositionen Tradition mit Moderne. Matthias Kaul (1949–2020), Gründer des Ensembles L’ART POUR L’ART, war mit seinen Werken tief im Norden Deutschlands verwurzelt und reiste als Schlagzeuger und Komponist durch Europa, Afrika und Amerika. Walter Zimmermann (geb. 1949, Schwabach), Schüler von Mauricio Kagel, erhielt 1980 das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium und 1988 den Prix Italia. Kilian Schwoon erforscht in seinen Kompositionen die spektrale Tiefe und die Grenzen zwischen Tonhöhe und Rhythmus.

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