09.09.2026 | 20:00
Göttingen
WERKRAUM
»Modern Times 3.0« | Musik 21 Festival
Seayoung Kim, Anton Säckl & Holger Michalski
Das Musik 21 Festival wird in Kooperation mit den Göttinger Abenden Zeitgenössischer Musik mit einem außergewöhnlichen Kammermusikprogramm eröffnet. Drei in Göttingen ansässige Musiker:innen – die Violinistin Seayoung Kim, der Klarinettist und Saxophonist Anton Säckl sowie der Kontrabassist Holger Michalski – präsentieren Werke von Frank Proto, Olivier Messiaen, Eric Galluzzo, Einar Englund, Hans Werner Henze und Bernd Schumann.
»Modern Times 3.0« – Der Titel ist Programm
Unter dem Titel »Modern Times 3.0« treten dabei drei Solowerke bedeutender Komponisten des 20. Jahrhunderts in einen spannenden Dialog mit drei Kammermusikwerken von zeitgenössischen Komponisten. Darunter befinden sich zwei eigens für diesen Anlass entstandene Trios von Bernd Schumann und Eric Galluzzo, die an diesem Abend zur Uraufführung gebracht werden.
Das Programm spannt einen Bogen von den stilprägenden Stimmen des 20. Jahrhunderts bis hin zu aktuellen Kompositionen und eröffnet vielfältige Perspektiven auf das solistische und kammermusikalische Musizieren unserer Zeit. Es entsteht ein abwechslungsreicher Konzertabend, der Bekanntes und Neues miteinander verbindet und die Vielfalt der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts eindrucksvoll erlebbar macht.
»Was sind das für Zeiten?« – Das Musik 21 Festival 2026
Schweigen oder Schreien? Agieren, reagieren — aber wie? Oder wegschauen? Im Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Schrei und Stille, entfaltet das Musik 21 Festival 2026 sein Programm und greift Bertolt Brechts Frage auf: »Was sind das für Zeiten?« – eine Frage, die auch heute nichts an ihrer Aktualität verloren hat.
»Was sind das für Zeiten?«, schrieb Bertolt Brecht 1934 in seinem Gedicht An die Nachgeborenen und klagte an, dass ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen sei, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließe. So reagierte er auf künstlerische Weise auf das Schweigen über die Untaten seiner Zeit, die unseren wohl ähnlich sind: Faschismus, Militarismus, Kriegs- und Vernichtungsbedrohung und nicht zuletzt eine hegemoniale Unempfindlichkeit. [Weiterlesen]
Dank
Das Konzert wird gefördert von Musik 21 Niedersachsen (NGNM e.V.) und der Stiftung Niedersachsen.
Eine Kooperation des Göttinger Abende Zeitgenössischer Musik e.V. mit Musik 21 Niedersachsen (NGNM e.V.)