J. Schulte

Ensemble Megaphon
Lenka Zupkova – Violine, künstl.Leitung

Vlady Bystrov – Klarinette

Tatjana Prelevic – Klavier

Andre Bartetzki – Projektionen

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Im Programm stehen Werke von J. Cage, G. Kurtag, M. Feldman. Im zweiten Teil erklingen Werke der Musiker*innen, die selbst zu Komponist*innen werden.

Arthotek Hannover, Kaulbachstraße 15, 30625 Hannover
Artothek Hannover e. V., Kaulbachstraße 15, 30625 Hannover, Deutschland

08.10.2022 | 19:30
Hannover
Arthotek Hannover, Kaulbachstraße 15, 30625 Hannover

»Zwischen Klang und Stille«

Ensemble Megaphon

Die Aufführung bewegt sich in den Grenzbereichen zwischen Klang und Stille mit dem Ziel, die Stille in der Musik zu empfinden, hören und wahrzunehmen. Es ist ein Wagnis und Versuch, die verschiedenen Facetten der Stille erfahrbar zu machen und die Stille als ästhetischen, kontemplativen, aber auch als politischen Ort zu erleben.
Die Kompositionen und Klänge oszillieren zwischen Musik und Stille, Klassik und Moderne, Geräusch und Melodie, Notation und Improvisation. Um die Sinneswahrnehmung zu erforschen und zu vertiefen, erklingen einige Stücke in einer Konzertdramaturgie zwei Mal: zuerst hört das Publikum mit offenen, später mit geschlossenen Augen. Um diese Erfahrung zu verstärken, tauchen wir den Raum in einer Lichtregie in ein weiches gedämmtes Licht. Die Musiker*innen sind zwischen demPublikum platziert und musizieren inmitten der Zuhörenden. Dadurch erleben die Besucher*innen Klänge und Töne aus einer unmittelbaren Nähe. Sie können das Rauschen des Bogens oder das Einatmen der Klarinette hören und deutlicher wahrnehmen.
Das Ziel des Konzerterlebnisses ist Ohren und Sinne zu schärfen, die Stille als „wertvolles“ Zeitfenster wahrzunehmen und zu erleben, wie wichtig Stille für Musik und das gesamte Leben ist.
Im Programm stehen Werke von J. Cage, G. Kurtag, M. Feldman. Im zweiten Teil erklingen Werke der Musiker*innen, die selbst zu Komponist*innen werden.

Partizipation des Publikums
Das Publikum bildet einen wichtigen Teil der Aufführung. Es wird zur Partizipation angeleitet und in das Konzert mit einbezogen. Ausgehend von der grafischen Notation „Paper Music“ von Ben Patterson und von eigenen Konzepten zu den Haiku-Gedichten, erarbeiten die Musiker*innen zusammen mit Publikum vielseitige Klang-Collagen. Als Instrumente dienen ihnen mannigfaltige Arten des Papiers – in verschiedener Dicke und Dichte – sowie Kieselsteine und Alltagsgegenstände, die vor dem Konzert an das Publikum verteilt werden. Angeleitet durch die Musiker*innen entsteht somit ein klangliches Panorama, das Ohren und Sinne für verborgenen Möglichkeiten und Facetten des Geräusches und des Klangs öffnet und gleichzeitig eine Einladung in die Welt der zeitgenössischen Musik darstellt.

Im Rahmen des Festivals  »Drei Tage Neue Musik Braunschweig«


Veranstalter*in Blickpunkte e.V.; Produktion Ensemble Megaphon

FÖRDERNDE Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz