CRISPR.kollektiv
Inga Balzer – Sopran
Anne Bischof – Querflöte, Bassflöte
Sebastian Wendt – Bassklarinette, Kontrabassklarinette, Basssaxophon
Tilman Wolf – Klavier, Rhodes
Tim Pauli – Klangregie
Kaspar Kuoppamäki – Video
Tickets 10 Euro / 5 Euro ermäßigt an der Tageskasse
Luigi Nono – Für Paul Dessau (1974)
Paul Dessau – Guernica (1937)
Xenakis – Zyia (1952)
Sebastian R. A. Wendt – Die schweigende Mehrheit (UA, 2019)
Snezana Nesic – Lichtfanfare (UA, 2019)
Luigi Nono – A Pierre. Dell’Azzurro Silenzio, Inquietum (1985)
Sprengel Museum Hannover
Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover, Deutschland

17.11.2019 | 16:00
Hannover
Sprengel Museum Hannover

Aus der Ferne – Nachhall

CRISPR.kollektiv

Luigi Nono, Paul Dessau, Iannis Xenakis, Gideon Nxumalo – vier politisch aktive Komponisten, deren Lebenssituationen immer wieder von Migration und Ortswechseln bestimmt waren, bilden das Gerüst des Projektes »Aus der Ferne – Nachhall«. In der heutigen Zeit, in der nationalistische Strukturen im europäischen Raum immer mehr um sich greifen, möchten wir uns mit Komponisten beschäftigen, die sich gegen bestehende autoritäre Regimes aufgelehnt haben. Die wechselseitigen Einflüsse der gesellschaftlichen Entwicklungen, die bewegten Biographien dieser Komponisten sowie deren Verarbeitung in die Kompositionen stehen im Mittelpunkt der geplanten Konzerte und Workshops.

Ergänzt wird das Programm von zwei Kompositionsaufträgen, sowie zwei Visualisationsaufträgen zu Luigi Nonos »Für Paul Dessau« als auch »A Pierre. Dell’azzurro silenzio, inquietum«.

Der interdisziplinäre Ansatz, Musik und Film miteinander in Beziehung zu setzen, soll auch in den geplanten Schulworkshops vermittelt werden: in der Arbeit mit Bläser- und Orchesterklassen zum Thema Filmvertonung sollen instrumentaltechnische Improvisationsfähigkeiten geschult und die Neugierde auf das Arbeiten mit Foleys geweckt werden. Jeder Schulworkshop findet seinen Abschluss in einem multimedialen Konzert unter Beteiligung der Workshop-Teilnehmer*innen und den Musikern des CRISPR.kollektivs. Neben den zwei an die Schulworkshops gebundenen Konzerten wird es außerdem noch Aufführungen in Hannover und Verden geben. Durchgeführt wird das Projekt von dem 2018 gegründeten CRISPR.kollektiv, das sich für diese Arbeit um zwei Mitglieder erweitert.

Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Niedersachsen, Musik 21 Niedersachsen und der Klosterkammer Hannover