Sophia Körber (c) Ghazaleh Ghazanfari

Ensembe ur.werk und Flex Ensemble
Sophia Körber, Sopran
Yun Qi Wong, Klavier
Dirigent: Sascha Davidovic

Regie: Tobias Ribitzki
Dramaturgie: Klaus Angermann
Produktionsleitung: Detlef Reuleke
Künstlerische Leitung: Snezana Nesic

Der VVK startet demnächst.

Márton Illés: Drei Aquarelle für Streichtrio, Akkordeon und Klavier (2016)
Snežana Nešić: Meltdown II für Stimme und präparierten Flügel (2020/21) (UA der 1. Version)
Johannes Schöllhorn: Tango en blanc et gris et noir pour 3, 2 ou 1 pianiste(s) (2008)
Snežana Nešić: Ballade pour un fou – cabaret noir für Sopran und zehn Musiker (2020) UA
Johannes Schöllhorn: luthéal – Patterns for Georg Friedrich Telemann (Tango für (präparierten) Flügel (2017))
Astor Piazzolla: Tres minutos con la realidad (1989) – Version für 10 Spieler am 9.4. im großen Sendesaal

Großer Sendesaal im NDR
Großer Sendesaal NDR, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, Hannover, Deutschland

09.04.2021 | 20:00
Hannover
Großer Sendesaal im NDR

WIRD VERSCHOBEN! Musik 21 im NDR: Poesías del amor y de la realidad

Ensemble ur.werk | Flex Ensemble

WIRD VERSCHOBEN!

Unter dem Titel »Poesías del amor y de la realidad« setzt sich das szenische Konzert der Ensembles ur.werk und Flex mit der Körperlichkeit in der neuen Musik auseinander und präsentiert Werke zeitgenössischer Komponisten, deren Musik sowohl in der rhythmischen Gestaltung als auch im koordinierten Zusammenspiel der Musiker den körperlichen Aspekt betont.

In diesem Kontext ist das Konzert Astor Piazzolla, dem Begründer des Tango- Nuevo als Inbegriff der Körperlichkeit in der Musik, anlässlich seines 100. Geburtstags am 11. März 2021 gewidmet. Neue Werke von Márton Ilés, Johannes Schöllhorn und Snezana Nesic setzen sich zum Genre Tango in Beziehung und verwenden seine typischen Erkennungszeichen, wie den charakteristischen Rhythmus, den expressiven Schwung oder die Gestik des Spiels und der Leidenschaft – alles Merkmale, die das hartnäckige Klischee einer vermeintlich intellektuell-unsinnlichen zeitgenössischen Musik widerlegen.

Im Konzert wird auch die explosive und selten gespielte avantgardistische Komposition »Tres minutos con la realidad« von Astor Piazzolla erklingen (arrangiert durch die Ensembles ur.werk und Flex), die mit Piazzollas Kompositionsstudium in Paris bei Nadja Boulanger assoziiert wird und die in ihrer rhythmischen Konstruktion und avancierten Harmonik den Werken von Igor Strawinsky und Olivier Messiaen nahesteht.

Durch die Programmkonzeption, die an das Jahresthema von Musik21Niedersachsen »Realitäten« anknüpft, wollen wir auch die Problematik der körperlichen Distanzierung und der sozialen Entfremdung in der momentanen Situation thematisieren. Mit diesen inszenierten Konzerten wollen wir die Aufmerksamkeit auf die wachsende Sehnsucht der Musiker/Künstler und der Konzertbesucher nach lebendiger, kommunikativer Nähe lenken. Denn wir betrachten das gemeinsame Erleben und die live-Interaktion als grundlegende Elemente jeder (musikalischen) Kunst.