Elisabeth Kufferath_by_Giorgia Bertazzi_2016
Giorgia Bertazzi

Ensemble für Neue Musik
Incontri – Institut für neue Musik der HMTMH
Künstlerische Leitung: Elisabeth Kufferath
Dirigent: Martin Brauß

Eintritt 5 € (Studierende u. a. frei)

Freikarten für Schüler/innen, Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende sind nur im VVK der HMTMH unter kartenvorverkauf@hmtm-hannover.de erhältlich. Diese sind nur in Verbindung mit einem Ausweis gültig.

Gespräch mit Martin Brauß, Marijana Janevska, Elisabeth Kufferath und Gordon Williamson | Moderation: Dr. Imke Misch

Tristan Murail (*1947) »C’est un jardin secret, ma soeur, ma fiancée, une fontaine close, une source scellée …« (1976)
Elisabeth Kufferath | Viola
Gérard Grisey (1946 – 1998)
»Échanges« für präpariertes Klavier und Kontrabass (1968)
Tristan Murail »La Barque mystique« für fünf Instrumente (1993)
Marijana Janevska (*1990) »Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus …« (UA, 2019-20 | Incontri HMTMH)
für großes Ensemble
Tristan Murail »Désintégrations« für Tonband und 17 Instrumente (1982)

Richard Jakoby Saal | Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Neues Haus 1, 30175 Hannover, Deutschland

16.04.2020 | 19:30
Hannover
Richard Jakoby Saal | Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

+++ ABGESAGT! +++ Klangbrücken 2020 | »C’EST UN JARDIN SECRET …«

Ensemble für Neue Musik

+++ DIE VERANSTALTUNG WIRD ABGESAGT. WIR PRÜFEN GERADE, INWIEWEIT SIE VERSCHOBEN WERDEN KANN. +++

»C’est un jardin secret …«
Werke des französischen Spektralisten Tristan Murail bilden den Schwerpunkt des Konzerts, das vom Ensemble für Neue Musik an der HMTMH gegeben wird. Auf dem Programm stehen drei verschieden besetzte Werke Murails aus unterschiedlichen Schaffensphasen:
Das kurze, farbige Solo für Viola C’est un jardin secret… (1976), komponiert als Hochzeitsgeschenk für zwei Freunde, bündelt auf engstem Raum die Charakteristika von Murails spektraler Schreibweise. La Barque Mystique (1993) verdankt seinen Titel einer gleichnamigen Pastellserie des Symbolisten Odilon Redon. Obwohl nur als Quintett besetzt, wirkt die Komposition durch die immer wechselnden Rollen und farbigen Gruppierungen der Instrumente gleichsam orchestriert. Désintégrations (1982) für großes Ensemble hingegen verwendet elektronische und akustische Mittel, um Klänge in ihre individuellen Teile aufzulösen: wir hören Töne „schmelzen“.
Zwischen den Werken von Murail erklingt zunächst ein Trio seines Pariser Weggefährten Gérard Grisey. In dem Échanges (1968) betitelten Werk für präpariertes Klavier und Kontrabass agieren zwei Pianistinnen an einem Flügel, die eine auf den Tasten, die andere in den Saiten. Als ein besonderer Höhepunkt folgt die Uraufführung von Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus… (2019-20) von Marijana Janevska, die derzeit im Masterstudiengang Komposition an der HMTMH studiert. Das Ensemblestück reflektiert in seiner gespiegelten Struktur den Prozess des Ein- und Ausatmens, von Spannung und Entspannung, sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikroebene. Eingeleitet wird das Konzert von einem durch die Musikwissenschaftlerin Imke Misch moderierten Gespräch.

Veranstaltung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover