Jo Tietze

Marijana Janevska (Komponistin)
Margit Kern, (Akkordeon)
Egbert Hiller (Moderation)

 

Marijana Janevska, geboren 1990 in Skopje, Mazedonien, ist Komponistin, Geigerin und Sängerin. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Violine und Komposition an der Fakultät für
Musik. Seit 2018 lebt Janevska in Hannover, 2020 schloss sie an der dortigen Hochschule für Musik, Theater und Medien (HMTMH) ihr Masterstudium Komposition bei Ming Tsao, Gordon Williamson und Joachim Heintz ab. Ebenfalls 2020 gründete sie das „Ensemble
Zeitstoff“ für Neue Musik. Zurzeit studiert sie an der HMTM Hannover Komposition in der Soloklasse unter Leitung von Aaron Cassidy.
Zu Janevskas Kompositionen zählen Solowerke, Kammermusik, Orchesterwerke, Chorwerke und elektronische Musik. Ihre Stücke, die viel mit der Erkundung von Text, Stimme und Bewegung zu tun haben, sind bereits bei zahlreichen Konzerten und Festivals aufgeführt worden, darunter das Musik21 Festival, das ZKM Next Generation Festival, das Klangbrücken Festival, die Tage für neue Musik in Zürich und das TIEM Festival in Teheran.
Janevska erhielt den ersten Preis beim 9. Pre-Art-Wettbewerb für junge Komponistinnen und Komponisten in Zürich, den Klaus-Hubert-Kompositionspreis für elektronische Musik sowie Kompositionsstipendien des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, der Ernst von Siemens Musikstiftung und des Deutschen Musikrats.

Margit Kern studierte Akkordeon bei Hugo Noth in Trossingen und ei Matti Rantanen an der Sibelius Akademie in Helsinki. Sie konzertiert in vielen europäischen Ländern, reiste in die USA, nach Süd-Korea und nach China. ie spielt als Gast bei MusikFabrik NRW, und in
festen Besetzungen mit Axel Porath, Olaf Tzschoppe und Katharina Bäuml. Sie konzertierte unter anderem bei Seoul Spring Festival, ZAMUS, Köln, Forum neuer Musik des DLF, Movimentos Wolfsburg, Ultraschall Berlin und vielen anderen. Eine rege Zusammenarbeit
verbindet sie mit zahlreichen zeitgenössischen Komponisten, deren Werke sie uraufführt.

Egbert Hiller promovierte über die Musik der Zweiten Wiener Schule und arbeitet seit 1996 als freier Autor zumal für Rundfunkanstalten, Konzerthäuser und Festivals mit Schwerpunkten auf zeitgenössischer Musik, früher „Moderne“, „Romantik“ und Musiktheater. Zahlreiche Veröffentlichungen in Fachbüchern, Programmheften, CD-Booklets und Fachzeitschriften.

 

Tickets an der Tageskasse

Marijana Janevska: Eiswandere
Franz Schubert: Leierkastenmann, Fremd bin ich eingezogen
Charlotte Seither: Never real, always true

23.06.2024 | 18:00
Hannover
Christuskirche

Junge Zeitlupe | »Eiswandere«

Marijana Janevska (Komponistin), Margit Kern, (Akkordeon), Egbert Hiller (Moderation)

Junge Zeitlupe 2024: Marijana Janevska
Zeitlupe Marijana Janevska: Eiswandere

Das Format Zeitlupe
Die Zeitlupe ist ein Konzertformat, das sich die Vermittlung Neuer Musik zum Ziel setzt. Sie bietet die Möglichkeit, ein zentrales Werk zweimal zu hören und das ästhetische Umfeld kennen zu lernen. Die guten Erfahrungen nutzend, die wir in der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik (HGNM) bereits in der in der Vergangenheit gesammelt hatten, möchten wir dieses Format in erweiterter Form weiterführen.
Die HGNM, mit Gordon Williamson und Gabriele Sand als künstlerischen Leitern, konzipierte die Zeitlupe-Konzerte 2015 im Konzertformat. Die Reihe hat sich in kürzester Zeit mit einem
umfangreichen Publikum auch über Hannover hinaus etabliert. Durch die Zeitlupe waren bereits eine Reihe internationaler KomponistInnen und Ensembles in Hannover zu hören: so u.a. José Maria Sanchez-Verdú (ES), Gérard Pesson (FR), Oliver Schneller (DE), Katharina Rosenberger (CH), Bent Sørensen (DK), Harri Suliamo (FI), Klaus Huber (DE), Daniel Peter Biro (HU), SigmaProject (ES), Pascal Pons (FR), Asian Art Ensemble (DE), Mikko Luoma (FI), Musikfabrik (DE), Ensemble Mixtura (DE) und das Ensemble Cairn (FR) um nur einige zu nennen. Auch konnten bereits eine Reihe von Kompositionsaufträgen vergeben werden, die
im Rahmen der Zeitlupe ihre Uraufführung erfuhren.

Zeitlupe Struktur
Die Zeitlupe stellt ein jeweils musikalisches Werk (Kompositionsaufträge) in den Mittelpunkt des Konzertes. Der /die Komponist*in wählt ein weiteres Stück, das im Kontext seiner/ihrer
Komposition steht, ein drittes Stück wird von der HGNM dazu gewählt. Wir möchten bereits mit dieser Struktur des Konzertes vielerlei Anknüpfungspunkte für das spätere Gespräch schaffen.
Nach diesem erste Teil findet das Gespräch zwischen einem Musikwissenschaftlers und dem/der Komponist*in statt. Dabei ist uns wichtig, den/die Komponist*in dem Publikum in
seinem/ihrem schöpferischen Denken und Arbeiten angemessen zu präsentieren. Die inneren Bezüge des ersten Teils schaffen hier zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Kennenlernen von Komponist*In und Werk. Den dritten Teil der Zeitlupe bildet die
Wiederholung des zentralen Werkes, das nach der intensiven Betrachtung noch einmal neue Hörperspektiven aufzeigt.
Für die Zeitlupe Konzertreihe 2024 wird die Moderation Egbert Hiller, Musikjournalist für Neue Musik, übernehmen, um das gemeinsame Konzept der Konzertreihe zu betonen.

Die Junge Zeitlupe:
Seit 2020 stellen wir junge KomponistInnen bei der Zeitlupe Reihe vor: in der Regel StipendiatInnen vom Land Niedersachsen. Unser Ziel ist es, jungen Künstlern eine Plattform zu bieten, um ihre Werke für unser Publikum weiter zu fördern und zu verbreiten.