Magdalena Hoefner

Michael Wendeberg, Klavier

Philippe Goos, Sprecher

Margit Kern, Gespräch

15 Euro / erm. 8 Euro (für Mitglieder der HGNM: Eintritt frei)

Ermäßigter Eintritt mit Hannover-AktivPass

 

Die drei Klaviersonaten von Pierre Boulez

Künstlergespräch mit Michael Wendeberg und Margit Kern

 

 

Sprengel Museum Hannover
Sprengel Museum, Kurt-Schwitters-Platz, Hannover-Südstadt-Bult, Deutschland

03.05.2025 | 18:00
Hannover
Sprengel Museum Hannover

Gestalt und Freiheit

Michael Wendeberg, Klavier | Philippe Goos, Sprecher | Margit Kern, Gespräch

Die HGNM setzt in diesem Jahr im Rahmen des Klangbrücken Festivals »Geträumte Revolutionen« einen besonderen Akzent auf die  frühen Klaviersonaten von Pierre Boulez. Sie zählen zu seinen wichtigsten und richtungsweisenden Kompositionen der späten 1940er-Jahre und frühen 1950er-Jahre: Sie haben die Entwicklung der Neuen Musik in der Nachkriegszeit entscheidend mitgeprägt. Interpretiert werden die Klaviersonaten durch den Pianisten und Dirigenten Michael Wendeberg, der sich seit Jahren intensiv mit den Werken von Boulez beschäftigt (u.a. als Pianist vom Ensemble Intercontemporain unter Leitung von Boulez). Um Boulez auch mit seinen musiktheoretischen Texten vorzustellen wird die musikalische Darbietung von kurzen Lesungen aus seinen Schriften und Interviews mit Philippe Goos, Schauspiel Hannover, begleitet.

Boulez komponierte drei Klaviersonaten: die Erste Klaviersonate im Jahr 1946, die Zweite Klaviersonate in den Jahren 1947–48 und die Dritte Klaviersonate in den Jahren 1955–57 mit weiteren Ausarbeitungen bis mindestens 1963, obwohl nur zwei seiner Sätze (und ein Fragment eines anderen) veröffentlicht wurden.  Mit den Sonaten machte Boulez einen Schritt weg von traditionellen Formen und erschafft – wie Gerald Bennett es beschreibt – „einen dreidimensionalen Raum, in dem alle verwandten Formen den gleichen Abstand von einem imaginären Zentrum haben.“  und Charles Rosen kommentiert die kontrapunktische Musik der Sonaten als eine Verwandlung des Klaviers „in ein riesiges Vibraphon“.

Neben diesen drei Meilensteinen der früheren Nachkriegsjahre wird seine außerordentliche Rolle als Intellektueller, Autor, Theoretiker, Dirigent und Interpret durch seine Texte gegenwärtig. Im Gespräch zwischen Michael Wendeberg und Margit Kern, zweite Vorsitzende der HGNM und Akkordeonistin, erleben Sie einen persönlichen Einblick zu der Arbeit am Werk und der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Pierre Boulez.

Eine Veranstaltung der Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik e.V.

Gefördert von der Stiftung Niedersachsen, realisiert in Kooperation mit dem Sprengel Museum Hannover.