18.04.2026 | 19:00
Hannover
Lister Turm
»Across the Silence« | Klangbrücken 2026
Anna Szulc und Johannes Nies
»Across the Silence« ist ein kammermusikalisches Konzertprojekt, das sich der US-amerikanischen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts widmet und deren nachhaltigen Einfluss auf die internationale Musiklandschaft hörbar macht. Die intime Besetzung von Viola und Klavier eröffnet einen konzentrierten Klangraum, in dem Stille, Resonanz und Berührung zentrale Rollen spielen. Das dramaturgisch fein abgestimmte Programm spannt einen Bogen über vier Generationen amerikanischer Komponist:innen: Caroline Shaw, John Cage, Elliott Carter und Libby Larsen. Ihre Werke stehen exemplarisch für unterschiedliche ästhetische Ansätze – von vokal geprägter Innerlichkeit über meditative Reduktion bis hin zu rhythmischer Komplexität und vitaler Gegenwärtigkeit. Den Auftakt bildet Caroline Shaws In manus tuas für Viola solo, ein fragiles, hochkonzentriertes Klangbild. John Cages »In a Landscape für Klavier« erweitert den Raum in kontemplativer Ruhe, bevor Elliott Carters Elegy die dialogische Verdichtung zwischen beiden Instrumenten in den Fokus rückt. Mit Libby Larsens farbenreicher Sonata for Viola and Piano findet der Abend einen offenen, lebendigen Abschluss. »Across the Silence« versteht sich als Einladung zum aufmerksamen Hören: Stille erscheint nicht als Abwesenheit, sondern als Impuls, der Wahrnehmung verschiebt und neue Resonanzen ermöglicht. Das Projekt richtet sich an ein breites Publikum und verbindet künstlerische Qualität mit nachhaltigen Vermittlungs- und Dokumentationsformaten – als Beitrag zum internationalen Musikdialog in Hannover. Interpretiert wird das Programm von Anna Szulc (Viola) und Johannes Nies (Klavier), Mitglieder des international konzertierenden Flex Ensembles aus Hannover, im Rahmen von Musik 21 Niedersachen.
Eine Veranstaltung des Flex Ensembles
Vom 11. bis 19. April 2026 findet in Hannover wieder das Klangbrücken Festival statt. In zwölf Konzerten – davon sieben kostenlos – präsentieren elf Akteur:innen an neun Veranstaltungsorten ein vielfältiges Programm aus zeitgenössischer Musik und Performance‑Kunst. Unter dem diesjährigen Motto »Free America« rückt einer der originellsten Vertreter der musikalischen Moderne in den Fokus: der Komponist Morton Feldman. »Das Motto der Klangbrücken 2026 steht für die Hoffnung, dass die gegenwärtige und bislang unvorstellbare Krise der USA, ihr Weg zum Faschismus, mit dem Angriff auf Rechtsstaatlichkeit, der Entstehung einer Autokratie, der Einschränkung von Meinungsfreiheit, dem institutionalisierten Rassismus, der Spaltung der Gesellschaft und so weiter, nur eine vorübergehende sein möge«, so Programmkoordinator Klaus Angermann. Hier klicken und mehr erfahren über den diesjährigen Schwerpunkt »Free America – Morton Feldman«.